Klammen in Bayern - die schönsten Touren für jedes Niveau

Achim Conrad

Achim Conrad

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24. August 2026

Ein Pfad führt entlang einer tosenden Klamm in Bayern, wo Wasserfälle über moosbewachsene Felsen stürzen.

Eine Klamm in Bayern verbindet kurze Naturerlebnisse mit echtem Berggefühl: tosende Bäche, enge Felswände, Tunnel und Stege liegen oft direkt am Wanderweg. Ich zeige dir, welche Schluchten sich für Familien, Einsteiger oder ausgedehnte Trekkingtouren eignen, welche Ausrüstung wirklich zählt und worauf du bei Öffnungszeiten, Eintritt und Wetter achten solltest.

Die passende Klamm hängt von Zeit, Kondition und Wetter ab

  • Partnachklamm ist ganzjährig zugänglich und eignet sich gut für einen ersten Klamm-Besuch.
  • Breitachklamm beeindruckt mit Wasser, Eis und gut ausgebauten Wegen.
  • Höllentalklamm ist deutlich alpiner und verlangt Trittsicherheit sowie Kondition.
  • Almbachklamm bietet auf rund 2,8 Kilometern etwa 220 Höhenmeter und mehr als 300 Stufen.
  • Feste Schuhe, Regenjacke und aktuelle Statusprüfung sind wichtiger als teure Spezialausrüstung.

Pfad entlang einer tosenden Klamm in Bayern mit moosbewachsenen Felswänden und zahlreichen Wasserfällen.

Die schönsten Klammen zeigen sehr unterschiedliche Gesichter

Geologisch entsteht eine Klamm dort, wo ein Bach sein Bett über lange Zeit tief in widerstandsfähiges Gestein schneidet. Für Wandernde bedeutet das meist eine eindrucksvolle, aber feuchte Umgebung mit rutschigen Stegen, Felsüberhängen und starkem Wasserstand.

Ich würde die Ziele nicht einfach nach „schön“ oder „nicht schön“ sortieren. Entscheidend ist, ob du einen kurzen Ausflug, eine familienfreundliche Runde oder eine ausgewachsene Bergtour planst.

Klamm Besonderheit Geeignet für Wichtige Eckdaten
Partnachklamm Enge, bis zu 80 Meter tiefe Schlucht bei Garmisch-Partenkirchen Einsteiger, Familien mit größeren Kindern, Kurzbesuche Etwa 700 bis 800 Meter lang, ganzjährig geöffnet
Breitachklamm Tosendes Wasser, hohe Felswände und spektakuläre Wintereisbildung Familien, Genusswanderer, Fotografen Rundweg an der Klamm etwa 3,7 Kilometer und 189 Höhenmeter
Höllentalklamm Tunnel, Brücken und alpine Landschaft am Zugspitzmassiv Erfahrene Wanderer und Trekkingtouren Etwa 1 Kilometer Klamm, Zustieg ab Hammersbach mit rund 300 Höhenmetern
Leutaschklamm Lange Steiganlagen zwischen Mittenwald und Leutasch Familien und aktive Spaziergänger Klammgeistweg etwa 3 Kilometer, Wasserfallsteig etwa 400 Meter
Almbachklamm Viele Brücken, steile Felswände und der Sulzer Wasserfall Trainierte Wanderer Etwa 2,8 Kilometer, rund 220 Höhenmeter und mehr als 320 Stufen
Wimbachklamm Kurzer, sehr eindrucksvoller Steig zwischen Watzmann und Hochkalter Kurze Ausflüge, Familien, Kombination mit dem Wimbachtal Der Steig durch die Schlucht ist ungefähr 200 Meter lang

Mein persönlicher Favorit für einen unkomplizierten Einstieg ist die Partnachklamm. Wer dagegen möglichst viel Strecke und Höhenmeter sammeln möchte, bekommt in der Höllentalklamm oder im Wimbachtal deutlich mehr Bergwanderung geboten.

So wird aus dem Klamm-Besuch eine passende Wanderung

Für Einsteiger und Familien

Die Partnachklamm lässt sich gut als kurzer Ausflug ab Garmisch-Partenkirchen planen. Der Weg durch die Schlucht selbst ist kein schwieriger Bergsteig, trotzdem solltest du wegen der Nässe auf festes Schuhwerk achten. Kinderwagen sind für solche Steiganlagen grundsätzlich ungeeignet.

Auch die Breitachklamm ist familienfreundlich erschlossen. Die Wege sind gut ausgebaut, aber nicht vollständig barrierefrei. Ein Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist auf den üblichen Wegen nicht möglich. Für kleine Kinder ist eine Rückentrage deutlich praktischer.

Für längere Tagestouren

Die Höllentalklamm sollte ich nicht als gemütlichen Spaziergang verkaufen. Bereits der Zustieg ab Hammersbach zur Eingangshütte dauert je nach Kondition etwa 60 bis 90 Minuten und überwindet rund 300 Höhenmeter. Durch die Schlucht führen Stege, Brücken und Tunnel, anschließend kannst du zur Höllentalangerhütte weiterwandern.

Diese Kombination ist landschaftlich stark, verlangt aber Ausdauer und einen sicheren Tritt. Wer nur die Schlucht sehen möchte, sollte trotzdem genug Zeit für den Zustieg, Pausen und den Rückweg einplanen.

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Für kurze, intensive Erlebnisse

Die Wimbachklamm ist vergleichsweise kurz, wirkt durch den schmalen Felsraum und das rauschende Wasser aber keineswegs unspektakulär. Ich kombiniere sie gern mit einer Wanderung ins Wimbachtal. Bis zum Wimbachschloss oder sogar zur Wimbachgrieshütte wird daraus eine deutlich längere Tour.

Die Almbachklamm ist ebenfalls kein reiner Spaziergang. 29 Brücken und Stege, mehr als 320 Stufen sowie etwa 220 Höhenmeter machen den Weg abwechslungsreich, aber für ungeübte Beine überraschend anstrengend.

Öffnungszeiten, Eintritt und Anreise richtig planen

Bei Klammen ändern sich Öffnungszeiten schneller als bei gewöhnlichen Wanderwegen. Schneeschmelze, Hochwasser, Steinschlag oder Reparaturen können einen Abschnitt kurzfristig sperren. Ich prüfe deshalb am Vorabend und am Morgen der Tour den aktuellen Status der jeweiligen Anlage.

Ziel Typische Öffnung Richtwert Eintritt Planungshinweis
Partnachklamm Juni bis September 8 bis 20 Uhr, sonst 8 bis 18 Uhr Erwachsene 10 €, Kinder von 6 bis 17 Jahren 5 € Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Breitachklamm Sommer 9 bis 17 Uhr, Winter 9 bis 16 Uhr Erwachsene 9 €, Kinder von 5 bis 15 Jahren 2,50 € Im Frühjahr und zwischen Herbstferien und Weihnachten meist geschlossen
Höllentalklamm Schneefreie Saison, meist Mai bis Mitte Oktober Nichtmitglieder 7 €, Kinder von 7 bis 17 Jahren 3,50 € Im Winter wegen Lawinen- und Schneemassen gesperrt
Wimbachklamm In der Regel Mai bis Oktober Ab 7 Jahren etwa 4 € Eintrittsbon am Automaten nahe dem Zugang kaufen

Die Partnachklamm erreichst du über das Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. Zur Höllentalklamm ist Hammersbach der sinnvollste Ausgangspunkt. Dort gibt es einen Bahnhof und Busverbindungen, was die Anreise ohne Auto angenehm macht.

Bei der Breitachklamm solltest du die Parkplatzsituation in Oberstdorf oder Tiefenbach einplanen. An beliebten Wochenenden sind die Stellplätze schnell voll. Früh am Morgen oder am späteren Nachmittag ist es meist ruhiger, und das Licht ist für Fotos oft besser.

Nässe, Steinschlag und Wetter bestimmen die Sicherheit

Eine Klamm ist kein normaler Waldweg. Wasser tropft von den Felsen, der Boden bleibt auch bei Sonnenschein feucht und die Temperatur liegt spürbar niedriger als außerhalb der Schlucht. Ich nehme deshalb immer eine dünne Regenjacke mit, selbst wenn die Wettervorhersage trockenes Wetter verspricht.

  • Schuhe: griffige Wanderschuhe oder feste Zustiegsschuhe mit gutem Profil
  • Bekleidung: leichte Regenjacke, wärmende Schicht und Wechselshirt
  • Gepäck: kleine Trinkflasche, Erste-Hilfe-Set und geladener Akku
  • Für Hunde: Leine und ausreichend Abstand zu anderen Besuchern
  • Für Kinder: keine Laufräder, Kinderwagen oder offenen Sandalen

Bei starkem Regen oder unmittelbar danach würde ich eine Klamm nicht spontan erzwingen. Der Wasserstand kann schnell steigen, Treppen werden glitschig und lose Steine können sich lösen. Offizielle Sperren sind keine lästige Formalität, sondern eine Reaktion auf reale Naturgefahren.

In der Höllentalklamm kommt das alpine Risiko hinzu. Lawinenbahnen führen von mehreren Seiten in die Schlucht, deshalb ist der Winterbesuch ausgeschlossen. Auch im Sommer solltest du Gewitter im Hochgebirge ernst nehmen und bei unsicherer Wetterlage lieber eine niedrigere Alternative wählen.

Fotografieren lohnt sich besonders mit einer kleinen wasserdichten Hülle für das Smartphone. Ein Stativ würde ich in den engen, stark frequentierten Abschnitten dagegen zu Hause lassen. Es behindert andere und bringt auf rutschigem Untergrund oft weniger, als man denkt.

Meine Auswahl für einen gelungenen Klammtag

Für einen ersten Besuch würde ich die Partnachklamm oder Breitachklamm wählen. Beide bieten starke Eindrücke ohne eine lange alpine Tagestour vorauszusetzen. Die Breitachklamm ist besonders reizvoll, wenn du Wasser und winterliche Eisformationen sehen möchtest.

Wer Höhenmeter nicht scheut, findet in der Höllentalklamm die eindrucksvollste Verbindung aus Schlucht und Bergwanderung. Die Almbachklamm ist die sportliche Variante mit vielen Stufen, während die Wimbachklamm ihre Stärke als kurzer Höhepunkt innerhalb einer größeren Tour ausspielt.

Plane lieber etwas Puffer ein, statt die Strecke auf die Minute zu kalkulieren. Eine Klammwanderung lebt vom langsamen Schauen, vom Wechsel aus Licht und Schatten und vom Klang des Wassers. Mit festen Schuhen, realistischer Selbsteinschätzung und einem Blick auf die aktuellen Bedingungen wird aus dem Ausflug ein Naturerlebnis, an das ich mich deutlich länger erinnere als an viele gewöhnliche Spazierwege.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Die Partnachklamm ist ein guter Einstieg und lässt sich als kurzer Ausflug ab Garmisch-Partenkirchen planen. Auch die Breitachklamm ist familienfreundlich ausgebaut, aber nicht vollständig barrierefrei. Für kleine Kinder ist eine Rückentrage praktischer als ein Kinderwagen.

Feste Wanderschuhe mit griffigem Profil, eine leichte Regenjacke und eine wärmende Schicht gehören zur Grundausstattung. Zusätzlich sind Trinkflasche, Erste-Hilfe-Set und ein geladener Akku sinnvoll. Kinder sollten keine offenen Sandalen tragen, und für Hunde gilt Leinenpflicht beziehungsweise Rücksicht auf andere Besucher.

Zur Höllentalklamm führt ab Hammersbach ein Zustieg von etwa 60 bis 90 Minuten mit rund 300 Höhenmetern. Die Klamm selbst ist etwa einen Kilometer lang und verlangt Trittsicherheit sowie Kondition. Die Almbachklamm umfasst rund 2,8 Kilometer, etwa 220 Höhenmeter und mehr als 320 Stufen.

Die Partnachklamm ist ganzjährig zugänglich, während die Höllentalklamm meist von Mai bis Mitte Oktober in der schneefreien Saison geöffnet ist. Breitachklamm hat typische Sommer- und Winterzeiten, ist aber im Frühjahr sowie zwischen Herbstferien und Weihnachten meist geschlossen. Bei allen Zielen solltest du den aktuellen Status vor der Tour prüfen, da Hochwasser, Steinschlag oder Reparaturen kurzfristige Sperrungen verursachen können.
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Autor Achim Conrad
Achim Conrad
Ich bin Achim Conrad und seit 7 Jahren mit großer Begeisterung in den Bereichen Radsport, Camping und Bushcraft unterwegs. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, auf hoppsiontour.de meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen. Hier versuche ich, komplexe Themen rund um Outdoor-Abenteuer so aufzubereiten, dass sie für jeden verständlich und nachvollziehbar werden. Bei meiner Arbeit lege ich Wert darauf, gut recherchierte und praxiserprobte Informationen zu liefern, damit du deine eigenen Touren sicher und mit Freude planen kannst.
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